Wertvollworte:

Cannes-Preisträgerin Eva Jung entwickelte Plakate für die Hamburger U-Bahn
Biblische „Wertvollworte“ für unterwegs

Der christliche Plakatdienst Hamburg e.V.  hat am Donnerstag, 3. November,  in den U-Bahnhöfen Hamburgs eine  Plakataktion mit fünfzehn „Wertvollworten“ eröffnet.

Stehplatz, Schwarzfahrer, Warteschlange… Die Hamburger Künstlerin Eva Jung hat Begriffe aus der Welt des öffentlichen Nahverkehrs in großen Lettern auf bunt leuchtende Plakate gebracht. Wer neugierig wird, liest im Kleingedruckten den passenden Bibelvers. „Wertvollworte“ nennt die Künstlerin ihre Plakatmotive, mit denen sie die Betrachtenden auf ungewohnte biblische Gedanken bringen will.

„Die Bibel ist voller guter Inspirationen. Sie ist aber auch ein dickes, sperriges Buch, zu dem der Zugang nicht jedem leicht fällt. Die Wertvollwort-Kampagne präsentiert die Bibel in besonders leicht bekömmlicher Form: Alltagstaugliche Worte wie „Schwarzfahrer, Coffee-to-go oder Rolltreppe“ stehen im Vordergrund.  … Sie erklären die Bibelverse und zeigen, dass die Bibel durchaus zu unseren heutigen Situationen etwas zu sagen hat. Würde man den reinen Bibelvers lesen, wäre das Verständnis für die Aussage des Textes vielleicht erst mal gar nicht so vorhanden. So wird der Bibeltext mit nur einem Wort zusammengefasst und erklärt und damit ins Heute transportiert“, sagt Eva Jung.

Im August 2011 hat die Kreativdirektorin mit Ihrer Hamburger Designagentur „gobasil“ in Cannes den diesjährigen Design-Preis, den „Goldenen Löwen“, für ihre Gestaltung der neuen Basis-Bibel erhalten.
„Die Bibel ist voll von Überraschungen und hilft, das eigene Leben in einem neuen Licht zu sehen“, sagt Pastor Michael Stahl, Vorsitzender des ökumenischen Christlichen Plakatdienstes. Die Plakatserie deute die Bibel „mit einem Augenzwinkern“.

Rückfragen und Information: Therese Ouardi 040 / 306201102

 

links zu den Presseberichten:

www.evangelisch.de

www.pro-medienmagazin.de

abendblatt.de/stadtteilreport

www.nordelbien.de

www.kirche-hamburg.de

www.ndr.de/regional/hamburg/plakatdienst
 

60 Jahre Christlicher Plakatdienst

Bischöfin präsentiert in U-Bahn-Station Kinderbilder zum Thema Frieden

Hamburg (tk). Bunte Kinderbilder sollen an allen Hamburger U-Bahn-Stationen auf das Thema Frieden aufmerksam machen. Bischöfin Maria Jepsen hängte am Donnerstag (5. November) das erste der 750 Plakate in der U-Bahn-Station Jungfernstieg auf. „Selig sind, die Frieden stiften – das gilt gerade in einer Zeit, in der uns Gewalttaten in unseren Städten erschüttern, in der uns aber auch kriegerische Auseinandersetzungen in Afghanistan und im Irak über die Medien ganz nahe kommen“, sagte die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck. „Ich hoffe, dass sich viele Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen wenigstens einen kleinen Moment lang von der biblischen Friedensbotschaft berühren lassen.“

Die Plakate mit den biblischen Friedenslosungen im Format DIN A 1 (ca. 60 x 85 cm) wurden von Kindern der 6. und 7. Klassen der Walddörfer Gesamtschulen in Hamburg-Volksdorf gemalt. Sie illustrieren die vier Bibelverse „Selig sind, die Frieden stiften“ (Mt 5, 9), „Habt Frieden untereinander“ (Mk 9,50), „Suche den Frieden und jage ihm nach“ (Ps 34,15) und „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ (Lk 1,79). Die ökumenische Friedensdekade, mit der die Kirchen zur Gewaltlosigkeit mahnen, findet seit fast 30 Jahren immer in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt, in diesem Jahr vom 8. bis 18. November.

Mit der aktuellen Plakatierung begeht der Christliche Plakatdienst Hamburg e.V. sein 60-jähriges Bestehen. Ostern 1949 kamen ein Straßenbahner und ein U-Bahner auf die Idee, kleine  Bibelplakate in den Straßenbahnen anzubringen, um den Menschen in ihrem damals meist sorgenvollen Nachkriegsalltag durch Gottes Wort Mut und Zuversicht zu vermitteln. Diese Aktion fand in vielen deutschen Städten Nachahmer. Heute sind die Motive der ökumenischen Initiative in der U-Bahn und auf Litfaßsäulen zu sehen, seit neuestem auch auf den digitalen Großbildflächen.

„Es ist heute wie vor 60 Jahren eine wichtige Aufgabe, die gute Nachricht von der Liebe Gottes zu den Menschen auf die Straßen und Plätze zu tragen“, sagte Erhard Rockel, Vorsitzender des ökumenischen Vereins. Im Christlichen Plakatdienst Hamburg arbeiten die evangelisch-lutherische, die römisch-katholische, die evangelisch-freikirchliche und die evangelisch-methodistische Kirche zusammen.

Achtung, Redaktionen:

Die Plakatmotive können per E-Mail angefordert werden unter info@afoe.nordkirche.de